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ADHS-Elterngruppe in München

Mentalisierungsbasierte Unterstützung für Eltern von Kindern mit ADHS-Diagnose


Viele Eltern erleben nach einer ADHS-Diagnose zunächst Erleichterung und Entlastung von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen. Gleichzeitig fühlen sie sich weiter allein mit den täglichen Herausforderungen.

In der Gruppe entsteht etwas, das im Alltag oft fehlt. Das Gefühl, verstanden, unterstützt und nicht bewertet zu werden. Wenn andere Eltern von ähnlichen Situationen erzählen, verlieren Scham und Selbstzweifel an Gewicht.

Man erkennt, dass viele Schwierigkeiten nicht Ausdruck elterlichen Versagens sind, sondern aus der besonderen Dynamik zwischen ADHS, Stress und Beziehung entstehen.

Oft entwickeln sich gerade aus diesem gemeinsamen Nachdenken neue Ideen und gegenseitige Unterstützung für Eltern.


Die Elterngruppe richtet sich an Eltern von Kindern mit ADHS, die sich im Familienalltag mehr Sicherheit, weniger Konflikte und einen besseren Umgang mit herausfordernden Situationen wünschen. Die Gruppe verbindet moderne Erkenntnisse der mentalisierungsbasierten Therapie mit psychoedukativen Elementen und dem Austausch mit anderen Eltern.


Wenn das Familienleben an seine Grenzen kommt

Viele Eltern von Kindern mit ADHS kennen das Gefühl, ständig unter Spannung zu stehen.

Der Tag beginnt mit Diskussionen und endet mit Erschöpfung. Hausaufgaben werden zum täglichen Kampf, Absprachen scheinen nach wenigen Minuten vergessen und selbst kleine Konflikte können plötzlich eskalieren. Oft entstehen Schuldgefühle.

Bin ich zu streng? Zu nachgiebig? Mache ich etwas falsch?

Auch Kinder leiden unter diesen Situationen. Sie erleben sich häufig als „zu laut“, „zu unruhig“ oder „nicht richtig“, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünschen als dazuzugehören und verstanden zu werden.

 

Was ist Mentalisieren und warum hilft es bei ADHS?

Mentalisieren bedeutet, sich selbst und andere als Menschen mit Gedanken, Gefühlen, Bedürfnissen und Absichten wahrnehmen und über die eigene Position sowie die des anderen nachdenken zu können. Unter Stress verlieren wir diese Fähigkeit zunehmend. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene.

Gerade im Familienalltag mit ADHS entstehen häufig Situationen, in denen niemand mehr richtig versteht, wie alles so schnell eskalieren konnte und was die Auslöser waren. Aus kleinen Konflikten entstehen heftige Auseinandersetzungen. Alle fühlen sich missverstanden.

In der ADHS-Elterngruppe üben wir gemeinsam, innezuhalten und wieder neugierig zu werden.

Wir verwerfen Gedanken wie:

“Wie kann mein Kind jetzt schon wieder so schlimm sein?”

sondern versuchen zu überlegen:

“Was könnte gerade in meinem Kind vorgehen – und was geschieht gleichzeitig in mir? Wie könnten wir unseren Konflikt lösen und wieder in einen guten Kontakt miteinander kommen?”

Dieser Perspektivwechsel ist die Grundlage der Mentalisierung und ermöglicht einen regulierten und selbstbestimmten Umgang mit Ihrem ADHS-Kind.

So wird Ihre Entwicklung zu ADHS-kompetenten Eltern zur ADHS-Therapie für Ihr Kind.

Persepktivwechsel in der ADHS-Elterngruppe

ADHS verstehen – warum Konflikte im Familienalltag entstehen

ADHS ist eine neurobiologische Entwicklungsbesonderheit. Gleichzeitig entfaltet sie ihre Auswirkungen immer in Beziehungen.

Deshalb interessiert mich nicht nur, welche Symptome ein Kind zeigt, sondern auch, wie Eltern und Kind miteinander in Kontakt kommen, wo Missverständnisse entstehen und wie sich gegenseitige Überforderung entwickelt.

In meiner Elterngruppe betrachten wir Verhalten nicht vorschnell als Trotz oder mangelnden Willen.

Wir fragen gemeinsam:

•    Was erlebt mein Kind gerade?

•    Welche Gefühle stehen hinter seinem Verhalten?

•    Wie kann ich meinem Kind helfen, seine Gefühle zu regulieren?

•    Was passiert gleichzeitig in mir?

•    Warum geraten wir immer wieder in dieselben Konflikte?

Allein dieser Perspektivwechsel verändert häufig den Blick auf das eigene Kind, wir sehen es wieder positiver, begegnen ihm mit Wertschätzung und entspannen allein dadurch die Beziehung.

Das erwartet Sie in der Gruppe

Sie können durch die Mitarbeit in der Gruppe die ADHS-Psychotherapie Ihres Kindes unterstützen und ein Vorbild sein, indem Sie sich Unterstützung holen und Erarbeitetes umsetzen.

Wir beschäftigen uns mit den Besonderheiten von ADHS und dessen Bedeutung für den Familienalltag. Gleichzeitig arbeiten wir an den konkreten Situationen, die die Teilnehmenden aus ihrem eigenen Leben mitbringen.

Die Gruppe lebt nicht von fertigen Ratschlägen, die Sie wahrscheinlich schon probiert haben – sondern davon, gemeinsam neue Sichtweisen zu entwickeln.

Nicht Perfektion ist das Ziel – sondern ein liebevollerer und gelassenerer Umgang miteinander.

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Freiheit und unsere Möglichkeit zur Entwicklung.“


Viktor E. Frankl

 Für wen eignet sich die ADHS-Elterngruppe?

An wen sie sich richtet

  • Eltern von Kindern mit einer ADHS-Diagnose
  • Eltern von Kindern mit einem entsprechenden Verdacht

Innere Haltung

  • Bereitschaft, neugierig auf die eigene Beziehung zum Kind zu werden
  • Offenheit, neue Wege im gemeinsamen Zusammenleben auszuprobieren

Der erste Schritt

  • Persönliches Vorgespräch mit jedem Elternteil bzw. Elternpaar
  • Gemeinsam klären, ob das Angebot zu Ihrer aktuellen Situation passt

Organisatorisches

Die Gruppe findet in meiner Praxis am Laimer Platz in München statt.

Die Teilnehmerzahl bleibt bewusst klein (max. 3 Elternpaare oder 6 alleinerziehende Eltern), damit genügend Raum für die individuellen Fragen jeder Familie entsteht und eine vertrauensvolle Atmosphäre wachsen kann.

Nach einem Vorgespräch mit beiden Eltern oder alleinerziehendem Elternteil findet die Gruppe dienstags von 18:00 – 20:00 über 20 Termine hinweg 14-tägig statt.

 

Mein Anliegen

Als Psychotherapeutin und Mutter weiß ich, wie belastend familiäre Konflikte sein können.

Ich wünsche mir, dass Sie als Eltern nicht nur das Verständnis für Ihre Kinder vertiefen, sondern auch wieder Vertrauen in Ihre eigene elterliche Kompetenz entwickeln.

Denn Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Erwachsene, die bereit sind, mit ihnen in Beziehung zu bleiben – auch dann, wenn es nicht immer leicht ist.